AKTUELLES

''Land un Leute'': Eintauchen in das Erbe Teneriffas

Die Evangelische Gemeinde Teneriffa-Nord bietet monatliche Ausflüge an, um Menschen aus dem deutschsprachigen Umfeld die Geschichte und die Kultur der Insel nahezubringen.

Mit einem angemieteten Bus werden Ziele in der Umgebung von Puerto de la Cruz angefahren, um mit Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und dabei das Verständnis von der lokalen Kultur, der Geschichte, aber auch von den ökologischen Zusammenhängen zu vertiefen. Für Übersetzung ins Deutsche wird gesorgt. Jeder Ausflug endet mit einem gemeinsamen Mittagessen – eine schöne Gelegenheit, um bei geselliger Runde mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

Die Ausflüge sind kein gewerbliches Angebot. Sie werden von Ehrenamtlichen der Ev. Gemeinde Teneriffa Nord durchgeführt. Anfallende Kosten werden auf die TeilnehmerInnen umgelegt.

Die Anmeldungen für die Ausflüge erfolgt über das Gemeindebüro (922 38 48 15). Die Zahl der Teilnehmenden ist auf jeweils 20 Personen beschränkt.

Der nächste Ausflug ist im Oktober, dazu bald mehr Informationen auf dieser Seite.
 

Hier ein Beitrag über einen der letzten Ausflüge:

Die nächsten Ausflüge stehen bereits fest:

Datum

Ziel

10. Oktober

Huellas de Piedra – Geschichte La Orotavas anhand der Steinmetzkunst

07. November

Weinanbau im Norden Teneriffas

05. Dezember

„Belenes“ – La Orotava (geführte Besichtigung der Krippenausstellung)

 


Unsere Gemeinde beteiligt sich am Wiederaufforstungsprogramm nach den scheren Waldbränden

Mehr dazu: https://www.inselmagazin-teneriffa.es/#flipbook-df_399/10/


Offene Kirche

Immer dienstags nachmittags von 15 – 17 Uhr werden die Kirchentüren der schönen All-Saints-Kirche einladend für Sie geöffnet sein!

Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen zu einem Moment der Stille, einem Gebet, einer kleinen Besichtigung oder einem netten Gespräch “über Gott und die Welt” mit der Pfarrerin.

Nutzen Sie diesen inspirierenden Ort als kurze Auszeit auf Ihren Spaziergängen oder Erledigungen. Und kommen Sie vielleicht neu in Kontakt mit Gott und Ihrem Glauben. Ich freue mich auf Sie!

Ihre Pfarrerin Angelika Beck

(Die anglikanische Gemeinde plant übrigens immer mittwochs nach ihrem Gottesdienst ab 11h die Kirche ebenfalls für ca. zwei Stunden öffnen.


Gemeindebrief "Die Brücke"

Die aktuelle Brücke ist am 1. Juni 2024 erschienen. Sie können sie auch hier auf der Seite herunterladen und lesen.

Die aktuellen Termine für den Monat Juni finden Sie hier.


Elektronischer Versand des Gemeindebriefes

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, dass der Gemeindebrief "Die Brücke" ab der nächsten Ausgabe (Februar 2024) nur noch elektronisch versendet wird, statt wie bisher per Post. Damit wollen wir einen Beitrag zu einem ökologisch und finanziell nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen leisten. Es wird weiterhin am Kirchenausgang und im Gemeindebüro genügend Druckexemplare zum Mitnehmen geben. Wer gar nicht auf den Postversand verzichten kann, muss sich bitte  im Gemeindebüro melden.


Liebe englisch-deutsche Pfingstgemeinde,

  • Da kommen fast täglich „Kayucos“ voller Menschen übers Meer aus dem fernen Afrika und werden an die Küsten der kanarischen Inseln gespült; zuletzt vor allem auf die kleinste Kanareninsel El Hierro. Doch viele dieser seeuntauglichen Boote schaffen es nicht durch die aufgewühlten Wellen des Atlantiks, kentern und gehen unter. Was für eine menschliche Katastrophe!
  • Da kommt es durch den Klimawandel immer häufiger zu extremen Starkregenereignissen und ganze Landstriche stehen unter Wasser. Zurzeit erlebt gerade Südbrasilien die wohl schlimmste Hochwasserkatastrophe in der Geschichte des Landes. Riesige Gebiete und sogar Millionenstädte wie Porto Alegre sind in den Fluten versunken: 1,4 Millionen Menschen sind unmittelbar betroffen, es gab bereits Hunderte Tote, Rettungskräfte können nicht bis zu überfluteten Häusern vordringen… Und gerade hat es auch Deutschland wieder getroffen: Im Saarland und in Rheinland-Pfalz heißt es nach heftigen Unwettern an Saar und Mosel in vielen Orten „Land unter!“ Und das Zuhause vieler Menschen mitsamt ihren Besitztümern und Erinnerungen sind unwiderruflich von den Fluten fortgerissen. Welch katastrophale Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels!
  • Ja, und dann kommen auch noch Meldungen über den Zustand der Kirche hinzu. Gerade ganz aktuell in der letzten Woche: Noch nie sind in einem Jahr so viele Menschen aus der evangelischen Kirche ausgetreten, wie im vergangenen Jahr! Über 600.000! Und ich denke in Groß-Britannien ist die Situation ähnlich… Und wir spüren immer unmittelbarer die Auswirkungen: Gemeinden werden zusammengelegt, die Finanzressourcen brechen weg, Personalnot besonders auch in den geistlichen Berufen, Immobilien und Kirchen müssen aufgegeben werden, ja Kirchen müssen schließen! So ist allerorten das verzagte Klagen und Jammern in den Kirchengemeinden groß: „Unsere Kirche geht unter! Sie versinkt in den Fluten der Bedeutungslosigkeit!“ (siehe Karrikatur!) Für viele Christinnen und Christen ist auch das eine große Katastrophe, zu der die Kirche allerdings mit eigener Schuld und Fehlverhalten durchaus auch selbst beigetragen hat.

Und mitten in solch großer Welt- und Kirchenuntergangsstimmung feiern wir heute Pfingsten: Das Geburtstagsfest einer dem Untergang geweihten Kirche???  Ist unsere kriegs- und krisengeschüttelte Welt, ist unsere – in die Jahre gekommene – alte Dame „Kirche“ noch zu retten??

Doch am Pfingstfest geht es erst in zweiter Linie um die Kirche. Erst einmal geht es um das Wirken des Heiligen Geistes, um Gottes schöpferischen guten Geist, die „ruach“, die – bereits bevor alles wurde – über den Wassern der Urfluten schwebte, um dann das Werden von Himmel und Erde, das Werden der gesamten Schöpfung in Gang zu setzen.

Und dieser Geist wirkt weiter: auf unserem netten Bildchen zum Schmunzeln kommt er angeflattert in Form einer Taube, dem alten Symbol für den Heiligen Geist. Doch komisch: hier hat die Taube keinen Olivenzweig im Schnabel wie damals zu Noahs Zeiten als Botin für den Neuanfang nach der großen Flut.

Nein, hier trägt die Taube einen Rettungsring im Schnabel: Eigentlich viel zu groß und zu schwer für den kleinen Vogel. Umgekehrt aber geradezu lächerlich klein, um den riesigen Koloss einer steinernen Kirche aus den Fluten zu ziehen. Nach menschlichem Ermessen kann diese – vielleicht nett gemeinte – Rettungsaktion eigentlich nur schief gehen!

Zum Glück geht es hier aber um mehr als nur unser menschliches Ermessen: Erinnert der so unnütz wirkende Rettungsring nicht irgendwie auch an den Kreuznimbus, den Heiligenschein von Jesus?? Und damit an die Tatsache, dass in Jesu Untergang, in seinem Sterben am Kreuz, bereits der Beginn vom neuen, österlichen Leben des Auferstandenen steckte?

Ja, vielleicht vermag die Geist-Taube den alten Koloss Kirche nicht auf die Art zu retten, dass sie ihn einfach wieder aus den Fluten herauszieht und die Kirche damit ihre alte, vertraute Form und Größe bewahrt. Wohl aber dürfen wir – ganz pfingstlich! – darauf vertrauen, dass der Heilige Geist auf höchst kreative Weise noch ganz andere Möglichkeiten findet, unseren Glauben und unsere lebendige christliche Gemeinschaft, und wohl auch unsere ganze todesverfallene Welt zu retten. Manches Alte und Vertraute muss – und darf! – dafür wohl getrost untergehen. Und doch wird Neues entstehen! Ganz gewiss!

Denn: „Es soll nicht mit Heer oder Kraft, sondern mit meinem Heiligen Geist geschehen!“ spricht der Herr Zebaoth.“ Sacharja 4,4      Amen.                                                                                                              Pfrin. Angelika Beck, 19.05.24